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Die Nachtgeschichten von heute

  • Fall Gut­ten­berg: Er war’s gar nicht — FAZ | Der Baron ist wie­der da: Karl-Theodor zu Gut­ten­berg will von Betrug und Vor­satz immer noch nichts wis­sen — wenn sich jeder so her­aus­re­den woll­te, müss­te man das Straf­recht ändern.
  • Star­bucks’ Kampf um den deut­schen Markt — manager-magazin.de | es gibt ein Land, das Schultz bis­lang nicht erobern konn­te. Aus­ge­rech­net in der Kaf­fee­trin­ker­na­ti­on Deutsch­land hat er bis­lang nur 150 Filia­len eröff­net und jah­re­lang unpro­fi­ta­bel gewirt­schaf­tet. Bis 2010 häuf­te der Kon­zern hier­zu­lan­de gut 76 Mil­lio­nen Euro Ver­lus­te an, seit­dem dürf­te noch eini­ges dazu­ge­kom­men sein. Mehr­fach muss­te die Kon­zern­mut­ter Kapi­tal nach­schie­ßen.
  • Comeback-Kampagne: Gut­ten­berg bleibt unglaub­wür­dig | FTD.de | Der CSU-Politiker, der mehr Talent zur Selbst­dar­stel­lung hat als zum Errei­chen poli­ti­sche Zie­le, weist den Betrugs­ver­such bei sei­ner Dok­tor­ar­beit wei­ter­hin zurück. Er pocht auf sei­ne alte Behaup­tung, wonach er nur über­for­dert gewe­sen sei, chao­tisch gear­bei­tet habe und die Fami­lie ihn bedrängt habe. Mal abge­se­hen davon, dass man jeman­den mit sol­chen Defi­zi­ten ungern in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung sieht: Sei­ne Recht­fer­ti­gung, die die hohe Zahl der kopier­ten Stel­len nicht erklä­ren kann, ist auch acht Mona­te nach sei­nem Rück­tritt nicht glaub­wür­di­ger.
  • Pfef­fer­spray » Euphe­mis­mus, Poli­zei, Schutz­waf­fe, Über­set­zung, Waf­fe » neusprech.org | Ange­sichts der Kon­zen­tra­ti­on, in der die Poli­zei die­sen Stoff ein­setzt und der dar­aus resul­tie­ren­den bru­ta­len Wir­kung, darf die Ver­wen­dung des Begrif­fes jedoch als grob fahr­läs­sig gel­ten.
  • Que­ryo­lo­gy: Goo­g­les ehe­ma­li­ges Geschäfts­mo­dell | ctrl+verlust |
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Kein Pardon — Das Musical

Man kommt ja zu nichts mehr die­ser Tage. Ich woll­te noch erzäh­len, dass wirim Düs­sel­dor­fer Capi­tol Hape Ker­ke­lings Musical-Version von Kein Par­don ange­schaut haben. Wer die Gele­gen­heit hat, kann sich das ruhig antun.
Denn für ein neu­es Musi­cal ist das Stück sehr sym­pa­thisch. Ich habe mich kei­ne Sekun­de wäh­rend der Vor­stel­lung gelang­weilt und das trotz ein paar Nicke­lig­kei­ten. Mich hat eigent­lich kein Sän­ger son­der­lich begeis­tert, das hat mich ver­wun­dert. Ich habe in wesent­lich klei­ne­ren Pro­duk­tio­nen schon bes­se­re Stim­men gehört. Enri­co de Pie­ri als Haupt­dar­stel­ler ragt sogar noch etwas her­aus: Er kommt nahe an die im Film von Hape Ker­ke­ling gespiel­te Haupt­rol­le ran, weiß dane­ben stimm­lich einen Ein­druck zu hin­ter­las­sen. Die ande­ren Stim­men und die Hand­lung hat man schnell ver­ges­sen.

Dirk Bach hat eine unglaub­li­che Büh­nen­prä­senz, ihm flie­gen die Sym­pa­thi­en des Publi­kums gera­de­zu ent­ge­gen, dabei nimmt man ihm den abge­half­ter­ten Show­mas­ter, wun­der­bar im Ori­gi­nal von Heinz Schenk gespielt, irgend­wie nicht ab. Aber so ist das mit allen Rol­len: Sie hin­ken den Dar­stel­lun­gen im Film hin­ter­her, kei­ne kann den Schat­ten abwer­fen. Die Beset­zung Wolf­gang Trepp­ners als Opa habe ich gar nicht ver­stan­den. Im Musi­cal ist der Opa weder so kautzig wie Dirk Daut­zen­berg im Ori­gi­nal, noch stim­mich beein­dru­ckend. Die Frau­en­rol­len spie­len lei­der kei­ne son­der­li­che Rol­le.

Den­noch: Unter­hal­tung, die in Deutsch­land ihres­glei­chen sucht. Kei­ne Fra­ge.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Kris­ti­an Schul­ze fragt, wie­so bei den Ermitt­lun­gen um den Mord an einer Poli­zis­tin durch die soge­nann­te NSU mit der Ver­mu­tung einer Bezie­hungs­tat hau­sie­ren gegan­gen wird. Abge­se­hen davon legt Wie­fel­spütz Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Fried­rich den Rück­tritt nahe.

Kurt Kis­ter erläu­tert, wie­so er Oba­ma für eine Ent­täu­schung hält.

In Eng­land müs­sen sich Poli­zis­ten laut Gericht gewis­se Belei­di­gun­gen gefal­len las­sen.

Ralf Schuler schreibt, dass Deutsch­land ange­sichts der Haus­halts­la­ge viel stär­ker spa­ren müss­te — aber das wol­le nie­mand in Angriff neh­men.

Die Katho­li­sche Kir­che will ihren Weltbild-Verlag ver­ti­cken.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wäre es nicht was Gutes, den Tha­li­as die­ser Welt etwas Star­kes, wenn auch weni­ger Pro­fi­ta­bles ent­ge­gen zu hal­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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