Lesezeichen vom 25.09.2011

Die Nachtgeschichten von heute

  • Russ­land — Ich! Wer sonst? — Poli­tik — sueddeutsche.de — Wla­di­mir Putin ent­schei­det sich für einen neu­en Prä­si­den­ten — für sich selbst. So bleibt Russ­land ein Kom­man­do­st­aat, der nach dem Befehls­prin­zip regiert wird. Doch das Volk ent­frem­det sich von Putins Sys­tem: Es ist ermü­det von der Rhe­to­rik eines blü­hen­den Lan­des. Denn viel zu sel­ten sieht es etwas davon.
  • Per­so­nal­de­bat­te bei den Lin­ken: Die Par­tei der Ewig­gest­ri­gen — Tages­spie­gel — Die Debat­te um eine mög­li­che Bewer­bung der Kom­mu­nis­tin Sah­ra Wagen­knecht für den Vor­sitz der Linken-Fraktion im Bun­des­tag zeigt ein­mal mehr: Die Refor­mer in der Par­tei gera­ten mehr und mehr ins Abseits – und wer­den ner­vös.
  • Nik Cubrilo­vic Blog — Log­ging out of Face­book is not enough — log­ging out of Face­book only de-authorizes your brow­ser from the web app­li­ca­ti­on, a num­ber of coo­kies (inclu­ding your account num­ber) are still sent along to all requests to facebook.com. Even if you are log­ged out, Face­book still knows and can track every page you visit. The only solu­ti­on is to dele­te every Face­book coo­kie in your brow­ser, or to use a sepa­ra­te brow­ser for Face­book inter­ac­tions.
  • Script­ing News: Face­book is sca­ring me — Yes­ter­day I wro­te that Twit­ter should be sca­red of Face­book. Today it’s worse. I, as a mere user of Face­book, am serious­ly sca­red of them.
  • An der FDP-Basis: Mot­zen gegen die Bubi­trup­pe — taz.de — Ein Kauf­mann aus Wil­lich steht auf, er schimpft, die FDP habe die Inhal­te der Pira­ten­par­tei kom­plett ver­pennt, “und wir krie­gen die Prü­gel, weil die in Ber­lin nichts kapie­ren”. Ein Mann aus Bad Kreuz­nach ruft: “Wir haben ein Exis­tenz­pro­blem”, er will, dass Irr­tü­mer und Wider­sprü­che offen auf den Tisch gelegt wer­den. Eine Köl­ne­rin ruft: “Fami­li­en­po­li­tik fin­det in die­ser Par­tei über­haupt nicht mehr statt — hier sit­zen ja auch fast nur Män­ner!” Ein jun­ger Mann bringt das The­ma Löh­ne aufs Tapet: “Ich bin nicht Mit­tel­stand, ich bin Mit­tel­schicht”, ruft er mit kip­pen­der Stim­me, “war­um bin ich nicht Teil der libe­ra­len Fami­lie?”
  • Umstrit­te­nes Mil­li­ar­den­pro­jekt: Bahn rech­net angeb­lich S21-Ausstieg durch | STERN.DE — Was wäre wenn? Die Bahn spielt einem Medi­en­be­richt zufol­ge einen mög­li­chen Aus­stieg aus dem Mil­li­ar­den­pro­jekt Stutt­gart 21 durch. Der Bahn­vor­stand demen­tiert.
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Vom Gesichtsbuch zum Spitzelbuch

Das ist natür­lich super: Face­book will künf­tig unter dem Namen eines Benut­zers nicht nur das ver­öf­fent­li­chen, was die­ser sel­ber irgend­wo anklickt, son­dern auch irgend­et­was, das man dem Nut­zer zuschreibt. Sofern man auch nicht per­ma­nent Facebook-Cookies löscht, wer­den auch dann Nut­zer­da­ten zu Face­book geschickt, wenn der jewei­li­ge Nut­zer gar nicht auf der Facebook-Seite ein­ge­loggt ist.

So lang­sam könn­ten Leu­te, die noch über Über­wa­chungs­er­fah­run­gen aus der DDR ver­fü­gen, echt mal erläu­tern, wie man sich in einem Spit­zel­sys­tem so ori­en­tiert. Mir reicht’s. Face­book bekommt einen eige­nen Facebook-Browser, in dem kei­ne ande­re Sei­te ange­surft wird. Mag sein, dass das wenig hilft, aber für jede Infor­ma­ti­on über mich, die Face­book so nicht bekommt, ist es das wert.

Ps.: Und, wenn ich schon mal dabei bin: Goog­le wird gegen Ixquick getauscht. Reicht für die Suchen, die ich mache. Zur Not gibt es auch noch Scroog­le für die Google-Ergebnisse.

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