Lesezeichen vom 18.09.2011

Die Nachtgeschichten für heute

  • Micha­el Spreng » Klu­ge Wäh­ler — Wenn es in der Poli­tik noch üblich wäre, für Fehl­ent­schei­dun­gen die Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, dann müss­te FDP-Chef Phil­ipp Rös­ler jetzt zurück­tre­ten. Denn sein Ver­such, mit anti­eu­ro­päi­schen Res­sen­ti­ments Stim­mung bei den Wäh­lern zu machen, ist kra­chend geschei­tert. Amo­ra­li­sche Wahl­kampf­füh­rung zahlt sich nicht aus.
  • Internet-Law » Leis­tungs­schutz­recht für Ver­la­ge nicht ver­fas­sungs­kon­form? — Die Initia­ti­ve IGEL (Initia­ti­ve gegen ein Leis­tungs­schutz­recht) hat den Göt­tin­ger Hoch­schul­pro­fes­sor Gerald Spind­ler zu der For­de­rung eines Leis­tungs­schutz­rechts für Pres­se­ver­le­ger inter­viewt. Wie prak­tisch alle renom­mier­ten Urhe­ber­recht­ler kann auch Spind­ler, den ich für den aktu­ell bedeu­tends­ten deut­schen Rechts­wis­sen­schaft­ler im Bereich des Inter­net­rechts hal­te, der For­de­rung der Ver­la­ge nichts abge­win­nen.
  • Loveparade-Katastrophe: Duis­bur­ger Stadt­rat ent­schei­det über teu­res Loveparade-Gutachten — Der­Wes­ten — Vor knapp einer Woche war bekannt gewor­den, dass das Gut­ach­ten der Kanz­lei Heu­king Kühn Lüer Woj­tek die Stadt 420.260,15 Euro gekos­tet hat­te. Nach­träg­lich ist damit nun die Zustim­mung des Duis­bur­ger Stadt­ra­tes für das Gut­ach­ten erfor­der­lich, das Ober­bür­ger­meis­ter Adolf Sauer­land eigen­mäch­tig in Auf­trag gege­ben hat­te. Denn: Bei Aus­ga­ben von mehr als 300 000 Euro, die nicht im Haus­halt ein­ge­plant sind, ist ein Votum der Poli­tik zwin­gend vor­ge­schrie­ben.
  • Der Live-Blog zur Berlin-Wahl: Wo ist Klaus Wower­eit? — Wah­len — Poli­tik — Tages­spie­gel — Die Partei-Chef Mar­tin Son­ne­born hat daheim in Char­lot­ten­burg auch schon gewählt. “Es ver­ein­facht die Wahl wesent­lich, wenn man selbst drauf steht”, sagt der ehe­ma­li­ge Chef­re­dak­teur des Sati­re­ma­ga­zins “Tita­nic”. Am frü­hen Abend dann will er mit Par­tei­kol­le­gen die Bericht­erstat­tung in der Man­yo Bar in Trep­tow ver­fol­gen. Er hofft, am Ende ein Pro­zent der Stim­men zu bekom­men, bei der letz­ten Wahl sei­en es 0,4 Pro­zent gewe­sen. Der Zuspruch der Ber­li­ner sei jeden­falls bis­her enorm. Und man habe den Brief­wäh­lern extra Hil­fe ange­bo­ten und gezeigt, wo sie den ihr Kreuz machen müss­ten. Bis ins Abge­ord­ne­ten­haus wird es nicht rei­chen. Aber wenn die Pira­ten rein­kä­men, wol­le man sie ein­fach über­neh­men, sagt Son­ne­born.
  • Abdul­lah Gül: “Inte­gra­ti­on heißt die­nen” | Poli­tik | ZEIT ONLINE — Gül: Alles steht und fällt mit der Spra­che. Heu­te soll­te es so sein, dass ein deut­scher Staats­bür­ger tür­ki­scher Abstam­mung akzent­frei­es Deutsch spricht. Und wie lernt man das am bes­ten? Im Kin­der­gar­ten. Und wenn Tür­ken in Deutsch­land ihre Kin­der nicht in den Kin­der­gar­ten schi­cken, dann muss man her­aus­fin­den, war­um das so ist. Das bedeu­tet doch Inte­gra­ti­on: die Regeln des Lan­des befol­gen, in dem man lebt. Die­sem Land die­nen. Das wie­der­um braucht Moti­va­ti­on. Was mich trau­rig macht, ist, dass die Moti­va­ti­on manch­mal aus­bleibt.
  • 2,3 Mil­lio­nen woll­ten Wort zum Sonn­tag von Papst Bene­dikt XVI. sehen — Der­Wes­ten — Mehr als 2,3 Mil­lio­nen Men­schen woll­ten das „Wort zum Sonn­tag“ von Papst Bene­dikt XVI. sehen. Der Papst mar­kier­te in gut vier Minu­ten Schwer­punk­te sei­nes Rei­se­plans für den Deutsch­land­be­such – und warf auch die Fra­ge nach der Exis­tenz Got­tes auf.
  • A bomb won’t go off here — Pira­tin films funds ter­ro­rism
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der flu­ter hat mit Sophia Kuby von Gene­ra­ti­on Bene­dikt anläss­lich des Papst­be­su­ches in Ber­lin gere­det und da ver­schließt Kuby vor durch­aus dis­kri­mi­nie­ren­den Aus­sa­gen des Paps­tes, z.B. dass Schwul­sein wider die Natur sei, schon mal ganz fest Augen und Ohren.

O’zapft is’.

Ulrich Horn schreibt über die Erfolgs­lo­sig­keit Phil­ipp Rös­lers als FDP-Parteichef. Als Fuss­ball­trai­ner wäre er wohl schon gegan­gen wor­den.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Sind eigent­lich alle Katho­li­ken so schein­hei­lig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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