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  • Jauchs Jah­res­rück­blick: Die gro­ße Silikon-Frage — SPIEGEL ONLINE — Nach­rich­ten — Kul­tur — Voll­ends zur Far­ce wur­de die Stim­mungs­de­ko im Stu­dio schließ­lich, als der Rent­ner Diet­rich Wag­ner, der bei einem Was­ser­wer­fer­ein­satz wäh­rend der Stuttgart-21-Proteste nahe­zu voll­stän­dig erblin­det ist und somit zur Sym­bol­fi­gur des Wider­stands wur­de, sei­ne Ver­si­on der Ereig­nis­se zu erzäh­len ver­such­te. Es gibt ja Stim­men, die behaup­ten, er habe wäh­rend der Demo mit gefähr­li­chen Wurf­ge­schos­sen han­tiert; er selbst sagt, er habe ein paar Kas­ta­ni­en in der Hand gehabt. Die RTL-Bühnenbildner nah­men da ihre ganz eige­ne Deu­tung vor — und plat­zier­ten ihn zwi­schen Wut­bür­ger­trans­pa­ren­ten und Pflas­ter­stei­nen.
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Des Schülers neues Wunderwort

Niveau­lim­bo ist ja das Jugend­wort des Jah­res gewor­den, was aller­dings unter den meis­ten Jugend­lich gänz­lich unge­bräuch­lich bis unbe­kannt ist. Es ist nicht unkrea­tiv, mir aber auch schon seit Jah­ren geläu­fig. Niveau­lim­bo bezeich­net das ste­ti­ge Sin­ken des Niveaus in kul­tu­rel­len Ange­le­gen­hei­ten. Der Begriff ist etwas ver­fehlt, da beim Lim­bo ja jede neue Run­de schwie­ri­ger wird, was bei einem ein­fa­chen Sin­ken von etwas nicht unbe­dingt gesagt ist.

Egal. Ich habe mir am Wochen­en­de mal ein neu­es Update für die aktu­el­le deut­sche Jugend­spra­che geholt. Und von der Jugend­sprach­kul­tur­front lässt sich ver­mel­den: Es heißt nicht mehr

Boah, ey.

Naja, viel­leicht hieß der Aus­ruf des Erstau­nens für man­che jugend­li­che Zeit­ge­nos­sen auch noch nie so. Künf­tig heisst es nur etwas anders. Der Jung­spräch­ling von heu­te ver­wen­det nach Infor­ma­tio­nen einer Leh­re­rin das Wort

Aboh.

In der kon­kre­ten Sprech­kon­fron­ta­ti­on hört sich das dann so an:

Leh­re­rin: Der Den­nis kann sich jetzt mal sei­nen Kakao von vor­ne abho­len.
Den­nis: Aboh!

Der Den­nis wur­de dann auch gefragt, wass denn Aboh eigent­lich hei­ße und mein­te dar­auf­hin:

Aboh? Ey, das heißt alles!

Alles? Aboh!

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der Bür­ger­meis­ter von Neu­kölln hat dem Tages­spie­gel ein Inter­view gege­ben und erläu­tert sei­ne Sicht der Sarrazin-Debatte.

Voll ist das Inter­net der­zeit mit nichts­sa­gen­den Arti­keln über die abge­bro­che­ne Wet­ten, dass..? — Sen­dung vom Wochen­en­de. Nur blöd, wenn Zei­tun­gen Arti­kel publi­zie­ren, die sie vor­her auf Hal­de geschrie­ben haben.

Bie­le­feld hat sei­nen ers­ten eige­nen Stadtteil-Blog: Bie­le­felds Wes­ten, betreut von Rou­ven Rid­der. Wird noch inten­si­ver begut­ach­tet.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie war eigent­lich der Wett­ein­satz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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