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NRW-Grüne kippen beim JMStV um

Die sich derzeit noch in einem Umfrage­hoch befind­lichen Grü­nen sind in NRW beim Jugendme­di­en­schutzs­taatsver­trag, kurz JMStV, umge­fall­en. Noch im Wahlkampf hat­ten sie sich gegen diesen aus­ge­sprochen, der Lan­desparteirat hat sich am 18. Novem­ber gegen den JMStV aus­ge­sprochen:

Die geschilderten Fol­gen des JMStV sind nicht im Sinne von Bünd­nis 90/Die Grü­nen. Die Grü­nen standen und ste­hen für eine kon­struk­tive Poli­tik, die Bürg­er­rechte und Jugendliche ernst nimmt — ohne Pop­ulis­mus und Aktion­is­mus . Der vor­liegende JMStV ver­fehlt nicht nur das geset­zte Ziel „Jugend­schutz“, er schadet diesem sog­ar.

Und jet­zt rat­en Sie mal, wessen Frak­tion für diesen Ver­trag stim­men will:

gruenejmstv

Die Grü­nen wollen jet­zt wohl ern­sthaft, dass der Wäh­ler zwis­chen Frak­tion und eigentlich­er Partei unter­schei­det. Das heißt im Umkehrschluß, dass man darauf pfeifen kann, was die eigentliche Partei sagt, schließlich entschei­det die Frak­tion. Und die inter­essiert sich nicht für die Mei­n­ung der­er, die ihrer Partei ange­hören, oder der­er, die sie gewählt haben, wenn es par­la­men­tarische Zwänge gibt. Das heißt nichts anderes als: Wenn ihr Job als Abge­ord­neter auf dem Spiel ste­ht.

Wenn also das näch­ste mal ein Grün­er irgen­deinen poli­tis­chen Vorschlag macht, fra­gen Sie ihn, ob diese Forderung auch unter par­la­men­tarischen Zwän­gen beibehal­ten wird.

Die Inter­net­ge­meinde reagiert inzwis­chen auf ihre Weise auf den Grü­nen-Jar­gon.

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t3n: 17 Fra­gen zum JMStV

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Plakative Geistlosigkeit

wikileak

Ver­gan­ge­nes Jahr habe ich eine Jour­nal­istin in München besucht. Sie stram­pelt durch ihren All­t­ag, wie viele durch ihren All­t­ag in München stram­peln müssen, denn ein­fach ist das Leben nicht für die, die nicht das ganz große Geld machen, in diesen bankrot­ten Städten wie München oder Berlin, die sich für was besseres hal­ten. Zudem hat sie noch eine pubertierende Tochter zu erziehen. Und das in München. In der Schule läuft es nicht hun­dert­prozentig, was aber nur daran liegt, dass der Kurzen die Schule keine erstrebenswerten Dinge offeriert. Man muss nicht son­der­lich intellek­tuell sein, um das zu erken­nen. Man muss sich nur kurz in die Lage der Kurzen hinein­ver­set­zen.

Der Knack­punkt der Geschichte war aber noch ein ganz ander­er: Auf diese Her­anwach­sende wur­den diverse Experten los­ge­lassen, die fest­stellen soll­ten, warum es in der Schule nicht läuft. Und all diese Experten, das heißt Lehrer, Schulpsy­cholo­gen und son­stige Dilet­tan­ten, haben das Prob­lem nicht fassen kön­nen und so bliebt der Stem­pel über, der das eigene Ver­sagen kaschieren soll: Schul­ver­sager.

Wie oft müssen sie wohl einem Kind sagen, dass es ein Ver­sager ist, bis es glaubt, dass es ein Ver­sager ist? Und was soll dieses Kind kreatives aus dieser Abstem­pelung machen? Statt das eigentliche Prob­lem zu lösen, verkom­pliziert man es.

Was ich durch diese Anek­dote kapiert habe war: Viele Eltern sind in den kom­menden Jahren ger­ade durch das Inter­net vor die Auf­gabe gestellt, ihre Kinder erzieherisch auf eine Welt vorzu­bere­it­en, die ihnen selb­st fremd ist. Das wird in vie­len Fällen wohl daneben gehen.

Man muss ja nicht ein­mal Kinder zu ver­ant­worten haben. Als ich gestern Maybritt Ill­ner im heute-jour­nal immer von “Wik­ileak” sprechen habe hören, da dachte ich: Noch nicht mal zur richti­gen Aussprache der Inter­net­seite reicht es da noch. Ganz zu schweigen vom früheren Ver­trauen in Nachricht­en­mod­er­a­toren, dass sie einem die Nachricht­en auch fachkom­pe­tent erk­lären und einord­nen kön­nen. Die Enkel Hanns Joachim Friedrichs sind Mod­er­a­tionsat­trap­pen, die um die richtige Kör­per­hal­tung bemüht die Dinge vor­lesen, die den ganzen Tag auf Inter­net­seit­en schon zu lesen waren. Ab und an leg­en sie etwas Skep­tizis­mus an den Tag, der dem The­ma auch nicht hil­ft, und der nicht ange­gan­gen wer­den kann, weil Nachricht­en­in­ter­viewgästen eine angemessene Redezeit nicht zuge­s­tanden wird.

Es wäre etwas irri­tierend zu sagen, eine solche plaka­tive Geist­losigkeit kön­nten wir uns in Erziehungs- und Infor­ma­tions­fra­gen nicht mehr leis­ten, schließlich leis­ten wir sie uns weit­er­hin. Zumin­d­est in Frage stellen sollte man sie kon­tinuier­lich.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Nicht so viel los heute im Neuigkeit­en­in­ter­net. Das meiste kauen die herkömm­lichen Medi­en ger­ade durch: Ende von schwarz-grün in Ham­burg, Wik­ileaks, Neube­set­zung des Zen­tral­rats der Juden, Neube­set­zung der NRW-FDP.

Hoff­nun­gen auf das Zitat des Tages kann sich fol­gen­der Ausspruch Fefes zur gestri­gen Sendung von Anne Will machen:

Soweit sind wir inzwis­chen im Deutschen Fernse­hen, dass sich das Anguck­en ein­er Sendung deswe­gen lohnt, weil Sascha Lobo als Talk­gast ein­ge­laden ist.

Zu Wik­ileaks macht sich dann doch noch Don Dahlmann Gedanken, die so nicht in den herkömm­lichen Medi­en zu find­en sind. Zumin­d­est nicht so schnell.

Dann doch mal Ohren auf für Musik: Beim Ton­träger erzählt man vom Come­back von Grant Hart.

Und während ich mir die Frage stelle: Kommt bald mehr Schnee? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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