Was ich noch sagen wollte zur… neuen Agilität der Julis

Es krän­kelt in der FDP. Die Umfra­ge­wer­te sind mit unter 5% so ziem­lich am Boden­satz ange­langt, der Par­tei­chef ist per­ma­nen­tes Ziel von Kri­tik und Spott und ande­re Gesich­ter die­ser Par­tei sind weder prä­sent noch bekannt. Da ist doch mal die Zeit für poli­ti­sche Oppor­tu­ne, die nach vor­ne pre­schen wol­len. Die Julis, die Jun­gen Libe­ra­len, haben inzwi­schen das Web2.0 für sich ent­deckt. Und ihre neue Posi­tio­nie­rung sieht dann so aus:

*
Ja, das klingt doch mal kna­ckig. Dabei geht es um die Fra­ge nach der Loka­li­sier­bar­keit von Per­so­nen und des per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen­schut­zes — nicht um Haus­wän­de. Aber sowas wird leicht zuge­stimmt auf Grund sei­ner schein­ba­ren Ein­fach­heit. Dabei ist völ­lig unklar wer Sie denn sein soll? Goog­le hört ja kei­ne Tele­fo­ne ab. Ist es der Staat, die bösen Män­ner im Hin­ter­grund oder zwie­lich­te Unter­neh­men?

Aber durch­dach­te Sät­ze soll­te man von den Julis nicht erwar­ten, da lässt man auch schon mal die INSM für sich den­ken, wenn es um Stu­di­en­ge­büh­ren geht. Ja, die ISNM, die das Ziel ver­folgt, die deut­sche Öffent­lich­keit von „markt­wirt­schaft­li­chen Refor­men“ zu über­zeu­gen”, ist inzwi­schen auch schon bei Twit­ter. Und offen­bar holt man sich bei den Julis dort die Argu­men­te ab.

Ansons­ten möch­ten sich die Julis vom The­ma der Steu­er­sen­kun­gen ent­fer­nen, dem ein­zi­gen The­ma, das die FDP immer besetzt hat, und sich viel­mehr den Fokus auf The­men wie Steu­er­ver­ein­fa­chung und Kon­so­li­die­rung legen. Gera­de mit die­ser Denk­hal­tung ent­stand aber doch die Mövenpick-Steuer. Alles etwas gaga bei der FDP. Aber für gleich­den­ken­den Nach­wuchs ist offen­bar gesorgt.



* P.S.
Und geklaut ist der Tweet natür­lich auch noch.

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2 Kommentare

  1. Ich fand das sooo arm, als die FDP sich beim letz­ten Lan­des­par­tei­tag in BW damit rühm­te mit NUR einem Hansel(auch anwe­send) gegen ELENA gestimmt zu haben.

    1. Vie­le akzep­tie­ren eben die­ses poli­ti­sche Schön­wet­ter­ge­re­de irgend­wann, wenn sie sich als Mit­glie­der des Par­tei­en­sys­tems ver­ste­hen. Einen Weg aus der Kri­se bedeu­tet das aber nicht.

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