Was ich noch sagen wollte zur… Kinder-Stasikarte

Die Som­mer­pau­se ist been­det, es wird wie­der gerüf­felt in der CDU. Erst rüf­fel­te CDU-Ministerin Schrö­der CDU-Ministerin von der Ley­en und nun rüf­felt die zurück oder so. Rüf­feln — allein das Wort schon. Wor­um geht’s denn die­ses Mal?

Fami­li­en­mi­nis­te­rin Kris­ti­na Schrö­der hat über eine Bil­dungs­chip­kar­te gesagt, die­se dür­fe nicht der­art ver­wend­bar sein, dass man die Kin­der aus­spio­nie­ren dür­fe:

Die Chip­kar­te darf nicht dazu füh­ren, dass wir künf­tig Bewe­gungs­pro­fi­le von Kin­dern und Jugend­li­chen erstel­len kön­nen oder staat­li­che Stel­len prä­zi­se Infor­ma­tio­nen über deren Frei­zeit­ver­hal­ten sam­meln.

Dar­auf­hin sagt die Erfin­de­rin die­ser Chip­kar­ten­idee, Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin von der Ley­en:

Es wür­de doch nie­mand auf die abwe­gi­ge Idee kom­men, die­se Kar­ten zu ver­teu­feln mit dem Argu­ment, man kön­ne damit her­aus­fin­den, in wel­chem Ver­ein ein Kind Fuß­ball spielt oder wel­ches sei­ne Lieb­lings­bi­blio­thek ist.

Ein etwas selt­sa­mer Satz, denn genau auf die “abwe­gi­ge Idee” ist Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schrö­der ja gera­de gekom­men. Was aber auch ver­wun­dert: Offen­bar wird es mit sol­chen Kar­ten pro­blem­los mög­lich sein, der­ar­ti­ge Erhe­bun­gen über das Ver­hal­ten der Kin­der zu machen. Und eine Absichts­er­klä­rung, dass die Kar­ten der­art nicht gedacht wor­den sind, sieht auch anders aus. Stig­ma­ti­sie­run­gen wären Tür und Tor geöff­net.

All­zu­lang muss man bei die­sem CDU-Theater aber auch nicht ver­wei­len: Weder haben die Kom­mu­nen, die das Bil­dungs­an­ge­bot durch die Chip­kar­te ermög­li­chen sol­len, hier­für Kapa­zi­tä­ten, noch ist denk­bar, wie allein eine Chip­kar­te genau die Kin­der mit Bil­dungs­an­ge­bo­ten erreicht, die einer oft­mals im All­tag bil­dungs­ver­wei­gern­den Schicht ange­hö­ren.

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