Neuer WM-Artikel: Gehörschutzstöpsel

Die Nie­der­län­der legen im Den-Nachbarn-zur-WM-Ärgern vor und prä­sen­tie­ren einen neu­en deut­schen Fußball-WM-Artikel:

Und eben­so ist es irgend­wie eine Ant­wort auf das komi­sche Ding, dass sich Heineken-Trinker bei der WM auf­set­zen sol­len:

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Googles Webfonts

Zuge­ge­ben, manch­mal hat Goog­le ein­fach klas­se Ide­en. Die neu­es­te bezieht sich auf Schrift­ar­ten auf Inter­net­sei­ten. Eigent­licht ist man als Inter­net­sei­ten­be­trei­ber, was län­ge­re Tex­te angeht, auf die auf dem Rech­ner des Betrach­ters instal­lier­te Schrift­ar­ten redu­ziert. Die Schrift­art, in der ein Inter­net­sur­fer gera­de die­sen Text liest, befin­det sich auf sei­nem Com­pu­ter. Goog­le macht es mög­lich, dass der­ar­tig län­ge­re Tex­te jetzt auch in ande­ren Schirft­ar­ten les­bar sind. Man muss ein­fach in den Quell­text der Sei­te, oder eben nur in den eines Blog­ar­ti­kels fol­gen­des ein­ge­ben:

und schwupps, kann man (hier am Bei­spiel der Schirft­art Yano­ne Kaf­fee­satz in der Lücke zwi­schen den

s)

in einer Schrift­art wei­ter­schrei­ben, die nicht not­wen­di­ger­wei­se auf dem Com­pu­ter des Betrach­ters instal­liert ist.

Dane­ben stellt Goog­le noch eine Rei­he ande­rer Schrift­ar­ten zur Ver­fü­gung. Die­se erschei­nen zwar nicht in den Feed­re­adern, aber als Gim­mick der Sei­te ist das doch eine put­zi­ge Idee.

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Der Logostreit auf den Facebookseiten von Radio Bielefeld & Radio Gütersloh

Radio Bie­le­feld und Radio Güters­loh erle­ben gera­de einen soge­nann­ten shit­s­torm auf Face­book. Dani­el Fie­ne hat­te in sei­nem Blog dar­über berich­tet, dass die zu die­sen Radi­os gehö­ren­de Betrei­ber­ge­sell­schaft dem stu­den­ti­schen Radio Q eine auf einen Scha­dens­wert von 25.000 € bezif­fer­te Unter­las­sungs­er­klä­rung geschickt hat­te. Das Logo von Radio Q wäre ein Pla­gi­at des Logos von u.a. Radio Bie­le­feld.

Danach erschien den Radi­os die Situa­ti­on wie folgt:

Na, dann recher­chie­re ich doch mal: Die Aus­sa­ge über die Schrift scheint so nicht zu stim­men. Denn eine sol­che Schrift ist durch­aus auf dem frei­en Markt zu erwer­ben: Sie kos­tet 12,99$. Hier kriegt man sie auch kos­ten­los, es scheint kei­ne der Radio­ge­sell­schaft gehö­ri­ge Schrift zu sein. Inso­fern ist es gar nicht ver­ständ­lich, dass ein Pla­gi­at ein­ge­räumt wird: Die Rech­te an der Schrift lie­gen schlicht nicht bei der Betrei­ber­ge­sell­schaft, sonst wären doch die Ver­käu­fer die­ser Schrift schon längst ver­klagt wor­den. Und wes­we­gen soll­te der Trä­ger­ver­ein von Radio Q ein­räu­men, die­se Schrift sei auf dem frei­en Markt nicht erhält­lich? Abge­se­hen davon unter­schei­det sich die sons­ti­ge Logo­ge­stal­tung doch sehr. Wor­in soll also das Pla­gi­at bestehen? Wor­in die Rechts­ver­let­zung in einer käuf­li­chen Schrift­art bezo­gen auf die Betrei­ber­ge­sell­schaft?

Den­noch behaup­tet der Geschäfts­füh­rer der audio media ser­vice, einer Service-Agentur, die sich im Auf­trag der Betriebs­ge­sell­schaf­ten sie­ben loka­ler Hör­funk­sta­tio­nen in NRW um deren tech­ni­sche und betriebs­wirt­schaft­li­chen Belan­ge küm­mert:

[W]ir [haben] von einer Grafik-Design Agen­tur den Schrift­zug radio exklu­siv für uns ent­wi­ckeln las­sen. Es han­delt sich also um kei­nen Schrift­zug, den es so zu kau­fen gibt.

Der Vor­sit­zen­de des Trä­ger­ver­eins hat nach Ein­gang des Schrei­bens mit mir tele­fo­nisch Kon­takt auf­ge­nom­men, und wir haben uns ver­nünf­tig geei­nigt: Radio Q ändert sein Logo. Und wir ver­zich­ten auf Scha­den­er­satz­for­de­run­gen und Mahn­kos­ten.

Das hät­te ich der audio media ser­vice aber auch gera­ten.

Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass man aus der Ecke von Radio Q die Ange­le­gen­heit etwas anders sieht:

Wenn ich das mal rich­tig stel­len darf. So war das ganz und gar nicht. Die­se ver­meint­li­che Eini­gung kam nicht durch das Tele­fo­nat mit dem Radio Q-Vorsitzenden zustan­de, son­dern erst auf Druck durch Prof. Hoe­ren, der sich in die­sem Fall ein­ge­schal­tet hat­te.

Und selbst die­se Eini­gung ist eine erzwun­ge­ne. Von meh­re­ren Sei­ten (Juris­ten und Desi­gnern) wur­den Radio Q gute Chan­cen ein­ge­räumt, im Fal­le des Fal­les vor Gericht Recht zu bekom­men. Argu­men­te: Free Font, kei­ne iden­ti­sche Schrift­art, ande­re Far­ben, ande­re Desi­gnele­men­te, ange­win­kel­ter Schrift­zug, usw. Nur kann sich Radio Q eine sol­che gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung nicht leis­ten. Des­halb kam es zu die­ser “Eini­gung”.

So bleibt es ein Ding, auf recht­li­chem Wege eine Matt-Situation zu erzeu­gen, und ein ganz ande­res Ding der Sache nach eine Öffent­lich­keit zu über­zeu­gen. Dar­an soll­te man bei der audio media ser­vice wohl noch etwas arbei­ten.

Eben­so­gut kann man mich auf 25.000€ wegen mei­ner ver­wen­de­ten Schrif­ten ver­kla­gen. Ich habe den Nach­weis der Rechts­la­ge, die mir die Ver­wen­dung ein­räumt. Aber 25.000€ über für die Ver­tei­di­gung die­ser Rechts­la­ge, die habe ich nicht.

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Guten Morgen

morgenkaffee

An der Uni Bie­le­feld soll nun erst­mals aus Stu­di­en­bei­trä­gen eine Pro­fes­sur bezahlt wer­den. Dass das Rek­to­rat Stu­di­en­ge­büh­ren abschaf­fen woll­te, wenn Stu­di­en­ge­büh­ren Lan­des­leis­tun­gen erset­zen, scheint man über die Jah­re kom­plett ver­drängt zu haben. Und dass die NRW-SPD die Abschaf­fung der Stud­ne­ge­büh­ren als wesent­li­che For­de­rung in den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen benennt, scheint die Uni auch nicht zu küm­mern.

Wom­ke beschäf­tigt die Fra­ge, war­um Twit­ter trotz Aus­la­ge­rung des ganz nor­ma­len All­tags­blöd­sinns nicht zu einer qua­li­ta­ti­ven Ver­bes­se­rung der Blogs geführt hat.

Dani­el Fie­ne berich­tet über einen bizar­ren Radio-Logo-Streit, der ein­fach durch hohe finan­zi­el­le For­de­run­gen been­det wird: wie radio waf, radio güters­loh, radio bie­le­feld und co. auf den nach­wuchs pfei­fen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Gibt es Kri­ti­ken, die nur noch in Blogs aus­ge­spro­chen wer­den kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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