CD-Klassiker: Roxette – Look sharp

Look Sharp war der Durch­bruch für die schwe­di­sche Band Roxet­te und so mit die ers­te Band, die wir Brü­der frü­her alle­samt gehört haben. Ich spä­ter, dafür län­ger, aber alle halt irgend­wie. Mein gro­ßer Bru­der hat­te das Album (sein zwei­tes nach Camou­fla­ge), mein klei­ner eine Cas­set­ten­kom­pi­la­ti­on mit Dan­ge­rous dar­auf und ich hab mir irgend­wann in dem Zeit­raum It must have been love als Sin­gle gekauft. So hat­te jeder was.

01. The look Der Hit, mit dem Roxet­te die USA stürm­ten. Ich bin nie gro­ßer Fan von dem Stück gewor­den, aber es ist ein­präg­sam. Aus Eng­land habe ich mir irgend­wann in den 90ern eine Wie­der­auf­le­gung der Sin­gle geholt mit einem neu­en Remix, der mir bes­ser gefiel.
02. Dres­sed for suc­cess Das ers­te eng­li­sche Lied, aus dem ich mal so etwas wie Sozi­al­kri­tik raus­ge­hört habe. War aber dann doch eher ein Lie­bes­lied.
03. Slee­ping Sin­gle Schö­nes Saxo­fon im Hin­ter­grund.
04. Paint Hab ich lieb gewor­den als B-Seite von It must have been love. Im Abgang des Lie­des dreht Marie stimm­lich enorm auf.
05. Dance away Dance away now oh oh oho.
06. Cry Zitt­ri­ger Anfang, der ist hän­gen geblie­ben.
07. Chan­ces End­lich auch mal ein Lied mit Tem­po.
08. Dan­ge­rous Durch die­ses Lied ist Roxet­te wohl nach­hal­tig in Euro­pa bekannt gewor­den. 2. Sin­gle des Albums.
09. Half a woman, half a shadow Brü­cken­song, aber nett.
10. View from a hill Auch eigent­lich nur ein Brü­cken­song, wird aber von Maries star­ker Stim­me getra­gen.
11. (I could never) Give you up Auch Per darf noch­mal ein gutes Lied sin­gen. Fällt nach all den Bala­den posi­tiv auf.
12. Shadow of a doubt Brü­cken­song. Hör­te man in Vor­freu­de auf das nächs­te Lied.
13. Lis­ten to your heart Lie­bes­lied­klas­si­ker. Im Video trägt Marie kei­ne Schu­he, wes­we­gen Fans ihr dut­zend­wei­se Schu­he zuschick­ten.

Ich mag das Album immer noch, auch wenn die 90er es mit sich brach­ten, dass vie­le sich für die­sen Musik­ge­schmack ent­schul­dig­ten.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der von der katho­li­schen Kir­che ein­ge­setz­te Son­der­er­mitt­ler Sebas­ti­an Knott hält die Berich­te über Gewalt­ta­ten von Wal­ter Mixa in sei­nem Abschluss­be­richt für glaub­wür­dig. Die­se Berich­te sind der­art unge­heu­er­lich, dass die katho­li­sche Kir­che ein schlim­mes Bild abgibt: Sie selbst als Keim­bo­den des Bösen.

Ant­je Schrupp schreibt eine per­sön­li­che Lie­bes­er­klä­rung an das Blog­gen, und wie­so Jour­na­lis­mus was ande­res ist: Weil der Akt des Her­stel­lens grö­ße­ren Auf­wand bedeu­tet.

Rome macht sich Gedan­ken über die idea­le Putz­frau, und plant eine sexu­el­le Ent­halt­sam­keit, die sei­nen bis­he­ri­gen Rekord von 18 Tagen über­steigt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te ich mich unter­ent­wi­ckelt füh­len, wenn sexu­el­le Ent­halt­sam­keit jetzt nicht das Gesamt­pa­ket meint? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte zu… den Vorlesern Amelie Fried und Ijoma Mangold

Die­se Lite­ra­tur­sen­dung nervt, soviel soll­te man vor­aus schi­cken. Sie hat auch ihre guten Momen­te, aber davor, dazwi­schen und danach nervt sie.

Ijo­ma Man­gold trägt einen braunka­rier­tes Sak­ko zu einem den obers­ten Knopf geöff­net haben­den hell­blau­en Hemd. Das ist im Fern­se­hen, das bekannt­lich Far­ben über­trägt, so fehl am Plat­ze wie sei­ne über­bor­den­den Erzäh­lun­gen, in denen er mit viel zu vie­len Wor­ten, viel zu vie­len Adjek­ti­ven. Irgend­wann hört man Man­gold ein­fach nicht mehr zu. Dass Man­gold ein her­vor­ra­gen­des Gespür für gute Lite­ra­tur hat — in die­ser Sen­dung kommt es nicht durch.

Ame­lie Fried sieht immer­hin 20 Jah­re jün­ger aus als sie ist, schafft es aller­dings Bücher noch mehr zu ver­schwa­feln als Elke Hei­den­reich, die auch schon kaum klar macht, was an einem bestimm­ten Buch gut ist:

Ich war sofort von dem Buch gefes­selt und dach­te mir “Wow”.

War­um das so war, erläu­tert Fried nicht. Frieds Eitel­keit steht dem Inter­es­se des Lesers, das Wesent­li­che der vor­ge­stell­ten Bücher zu erfas­sen, immer wie­der im Wege.

Und in die­sem Wech­sel­spiel zwei­er Mode­ra­to­ren, die auf ihre Wei­se den Leser über­for­dern, wer­den viel zu schnell dut­zen­de Bücher vor­ge­stellt. Die Bild­re­gie nervt den Zuschau­er wei­ter­ge­hend mit Bil­dern, in denen abwech­selnd Bücher und Mode­ra­to­ren scharf gestellt wer­den. Nicht nur will man offen­sicht­licht­lich frei­tag Abends um Vier­tel vor 12 den Zuschau­er ner­ven, man will auch noch sei­nen Blick füh­ren.

Lie­be Frau Fried, lie­ber Herr Man­gold: Bevor Sie im Sep­tem­ber wie­der auf Sen­dung gehen, stu­die­ren Sie bit­te noch­mal inten­siv die Sen­dun­gen von Herrn Scheck oder Herrn Kers­ten. Dort fin­det man genü­gend Rubri­ken, Tem­po­vor­ga­ben und kri­ti­sche Anmer­kun­gen, die alle­samt zuschau­er­freund­li­cher sind als das, was Sie da anbie­ten.

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