Endliberal

Als jemand der Twit­ter eher sel­ten ver­wen­det, wun­dert es mich schon, dass es die­sen Dienst in die­ser Form noch gibt. Denn ein Geschäfts­mo­dell fehlt wei­ter­hin, Inno­va­tio­nen für Nut­zer blei­ben im Gegen­satz zu Face­book aus, man lebt vom Vor­schuss erwar­tungs­op­ti­mis­ti­scher Inves­to­ren.

Mich erin­nert das an mobil­com, ande­re sehen das, wenn das Sys­tem mal stockt, gleich poli­ti­scher:

followerweg

Das passt auch irgend­wie. Die Kon­zep­te funk­tio­nie­ren nicht, die Kun­den akzep­tie­ren die Unter­neh­mens­po­li­tik nicht, ein ren­ta­bles Wirt­schafts­mo­dell bleibt Wunsch­mo­dell ohne Wirk­lich­keits­an­satz, die zunächst inter­es­san­te Aus­gangs­idee, die Men­schen inspi­riert hat, sie ver­küm­mert in den Hän­den von Ste­hen­ge­blie­be­nen.

Ob die eige­ne Follower-Blase, die FDP oder ein über­schätz­tes Wirt­schafts­mo­dell — eine wei­ter­ent­wi­ckel­te, anschlie­ßen­de Idee fehlt allen.

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NRW sucht den Ministerpräsidenten

Beim Spie­gel spielt man mal CDU-intern die Minis­ter­prä­si­den­ten­su­che durch. Zwar gibt es auch SPD-Stimmen, die in einer gro­ßen Koali­ti­on einen SPD-Ministerpräsidenten trotz gerin­ge­rer Stim­men ver­gli­chen mit der CDU haben wol­len, aber die gab es auch in Hes­sen.

Genannt wer­den als Kan­di­da­ten Jür­gen Rütt­gers (bei Neu­wah­len), Armin Laschet, Andre­as Kraut­scheid und Karl-Josef Lau­mann.

Nun hat Kraut­scheid sicher­lich MP-Ambitionen, hin­ter­ließ aber als Gene­ral­se­kre­tär im Land­tags­wahl­kampf oft­mals einen eher arro­gan­ten Ein­druck. Die Feu­er im Wahl­kampf hat er nicht aus­tre­ten kön­nen, was viel­leicht etwas viel ver­langt gewe­sen wäre. Immer­hin könn­te man in der Par­tei dank­bar sein, dass er über­haupt den Pos­ten vom unglück­lich agie­ren­den Hen­drik Wüst über­nom­men hat. Aber all­zu weit wird die Dank­bar­keit wohl nicht gehen.

Blei­ben daher Laschet und Lau­mann. Bei­de hät­ten es als MP einer gro­ßen Koali­ti­on leich­ter als Kraut­scheid, bei­de gel­ten als eher links. Laschet wird der bes­se­re Auf­tritt nach­ge­sagt, er gilt par­tei­in­tern aller­dings auch als Poser. Lau­mann hat in sei­ner bis­he­ri­gen Poli­tik­kar­rie­re immer zu tak­tie­ren ver­stan­den, stand kei­nem Skan­dal nahe und tritt für christ­li­che Wer­te ein.

Inter­es­sant wür­de es daher wer­den, wenn (und wann) Lau­mann sei­nen Hut in den Ring wirft.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Ruhr­ba­ro­ne ver­wei­sen auf den gest­ri­gen Bericht von Report Mainz, in dem die Inte­gri­tät der NRW-Linkspartei stark in Fra­ge gestellt wur­de.

Der Kutt­ner hat letz­tens ver­sucht, sich dem Modell Bezah­len für Inter­net­ar­ti­kel zu nähern und ver­bleibt etwas resi­gniert.

Nicht nur der klei­ne Mann wird wegen Kleinst­be­trä­gen gefeu­ert, auch etwas höher Ste­hen­de. Dies­mal hat­te ein Ein­käu­fer eines Sport­un­ter­neh­mens, der über einen Mil­lio­nen­etat ver­fügt, sei­ne Freun­din mit zum Essen genom­men und ihr einen Essens­bon gege­ben. Der Scha­den beträgt 80 Cent.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wann wer­den eigent­lich Unter­neh­men mal wegen Kleinst­ver­ge­hen zur Stre­cke gebracht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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