Richard Dawkins: If Science worked like Religion
am 8. Mai 2010 um 22:19 Uhr von unter Bildschirm abgelegt.

Unterhaltsam. Aber nach wie vor: Dawkins kennt nur die schwärmerische Religion, nicht Religion als notwendiger Idee, dass das moralisch gute Handeln dem handelnden Menschen nicht schadet. Insofern erfasst Dawkins das Thema eben nur halb.

2 Kommentare zu „Richard Dawkins: If Science worked like Religion“

  • anon sagt:

    notwenig? nein notwendig ist hier der falsche begriff.
    möglichkeit wäre hier das richtige. moral und ethik können auch religionsfrei vermittelt werden.
    der vorteil hierbei ist der, dass es unabhängig, ob es einen gott gibt oder nicht, ich von mir aus gehend anderen helfen möchte. eben nicht, weil es sonst konsequenzen nach dem tod hätte, sondern greifbare im diesseits, so dass alle das hohe ideal als ziel vor augen haben: behandle andere wie du selbst behandelt werden willst.

  • Carsten sagt:

    Mit der Richtung bin ich ja einverstanden, aber nicht in der Ausführung. [Ich würde Kants Darlegung zustimmen wollen, Ethik ohne einen Begriff von Gott zu begründen, aber nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es richtig begründet ist.]

    Das “hohe Ideal” ist ja nichts anderes als die Goldene Regel, bei der allerdings offen ist, ob nicht lediglich meine Privatmeinungen über Handlungen moralisch ausschlaggebend sein sollen. Dies ist widerum nicht verallgemeinerungsfähig, weil es eben nur Privatmeinungen sind.

    Von Idealen muss auch gezeigt werden, wie und warum sie menschliches Handeln leiten sollen.

    Man kann nun, und da folge ich weiterhin Kant, Ethik und Moral für sich belassen ohne den Begriff oder die Idee Gottes, auch ohne diese personifizierte Figur, die wir in den Kirchen oder wie andere sagen: in der Religion antreffen.

    Für Kant ist aber der Gedanke, dass richtiges moralisches Handeln sich für mich lohnt, was auf ein Minimum gebracht hieße: Dass es mir nicht schadet, ein notwendiger Gedanke. Denn wenn ich sicher wäre, ich hätte davon nichts und ich würde durch moralisches Verhalten nichts Gutes bewirken, da könnte ich ja besser auf die Beachtung von Moral verzichten und nur immer das Beste aus allem raus holen wollen.

    Kant redet von Gott nur als Idee. Allerdings nicht als einer zufälligen oder willkürlichen, sondern – wie er auch sagt: konsequent zuende gedacht – als einer notwendigen.

    Das ist natürlich für die Kirchenvertreter zu wenig und es ist eben auch nicht der Gedanke von Gott, den Dawkins bekämpft. Aber diese Idee Gottes ist eben nicht bloße Einbildung und insofern hab ich damit kein Problem ;-) .

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