Und noch ein Twitterroman

Die Idee, Twit­ter als Schreib­for­mat für einen Roman zu ver­wen­den ist nicht neu. In den Nie­der­lan­den ist ein der­ar­ti­ges Pro­jekt schon seit län­ge­rem im Gan­ge: Unter @tweetroman wer­den durch exter­ne Twit­te­rer immer mal wie­der ein­zel­ne Sät­ze für eine kom­men­de, gan­ze Geschich­te bei­ge­steu­ert. Das wird aller­dings nicht unter der Auf­sicht von irgend­wem, son­dern von Roeland Giphart erstellt, und das ist nicht irgend­wer in der nie­der­län­di­schen Lite­ra­tur­sze­ne. Der Film Phi­lei­ne zegt sor­ry, der nach sei­nem Buch gedreht wur­de, gehört für micht zum Auf­re­gends­ten und Komischs­ten, was das nie­der­län­dischs­te Kino in die­sem Jehr­zehnt gebo­ten hat:

Er ist übri­gens der Typ mit dem Buch in der Hand, und meint, dass der Film ein­fach bes­ser als das Buch sei. Nun ja ;-). Sein Twitter-Roman-Projekt ist also in nie­der­län­di­scher Spra­che gehal­ten und man kann es unter tweetroman.nl nach­le­sen.

In Deutsch­land ver­such­te sich auch eine Schrei­be­rin mit einem über Twit­ter nach­hal­tig bewor­be­nen Blog, einen gestü­ckel­ten Roman zu erstel­len. Das wur­de gar auf irgend­ei­ner Kon­fe­renz vor­ge­stellt, die mir aber gera­de ent­fal­len ist. Aller­dings ist das Pro­jekt wohl begra­ben wor­den.

Jetzt also das nächs­te Pro­jekt: Unter @fluegelschlag wird stünd­lich ein Satz eines noch zu ver­öf­fent­li­chen­den Romans in die Welt get­wit­tert und der Schrei­ber schon als Pio­nier der Twit­te­ra­tur gefei­ert. Her­aus kommt dann sowas:

Und wer sowas mag, der soll­te unbe­dingt wei­ter­le­sen ;-).

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Guten Morgen

morgenkaffee

Nor­bert Bolz lässt im Inter­view wie­der sku­ri­le Phan­ta­si­en ab, nach denen das Inter­net kein Mas­sen­me­di­um ist und das Web 2.0 die Reli­gi­on ersetzt. War­um nicht gleich auch das Spül­mit­tel, das Spü­len schrän­ken Nerds doch sicher auch ein.

Wolf­gang Thier­se steht wei­ter in der Kri­tik wegen sei­ner Sitz-Blockade am 1. Mai.

Roman Polan­ski wen­det sich über einen Blog an die Öffent­lich­keit bezüg­lich der Mög­lich­keit sei­ner Aus­wei­sung an die USA. Dort äußert er sich aller­dings nur über sein eige­nes Rechts­ver­ständ­nis und das sei­ner Anwäl­te.

Ste­fan Nig­ge­mei­er behan­delt ein Kärt­chen der ARD für ihre Mit­ar­bei­ter, auf dem zehn gute Grün­de für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Sen­ders geschrie­ben ste­hen sein sol­len. Nur sucht man die ver­geb­lich.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn man schon so ein alber­nes Kärt­chen für die Recht­fer­ti­gung sei­nes Jobs braucht, wie­vie­le braucht man dann erst für den Rest sei­ner Per­sön­lich­keit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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