Auch andere Länder haben neben den Deutschen inzwischen präsentiert, was sie so zum European Song Contest schicken. Die Iren sind mit die Siegerin von 1993 dabei, langweilen dadurch aber eher:
Die Niederländer haben Vadder Abraham gebeten, doch mal was Zünftiges herbeizukomponieren. Mit Schalali, schalala ist das aber nicht so ganz gelungen:
Für Schweden geht Anna Bergendahl mit This is my life an den Start (so langsam gehen mir die Floskeln aus), die wohl manches Männerherz erwärmen wird, wenn auch der Song an sich etwas hinter seinen Möglichkeiten bleibt:
Der estische Beitrag scheint mir nicht weiter erwähnenswert, aber vielleicht hat Tom Dice aus Belgien mit Me and my guitar Chancen aufs Treppchen:
Bielefeld wird überwacht und kontrolliert. Dahinter steckt der Städtische Interessenverband Energie und Kommunikation, kurz SIEkom. Allen voran Ashtar Sheran und seine rechte Hand Somo Bishi, ein machtbesessener, im Hintergrund agierender Fiesling, dem kein Weg zu unmoralisch ist, um an seine Ziele zu kommen. Er plant eine Superwaffe, die jede biochemische Struktur zu Staub zerfallen lassen kann. Es fehlt nur noch ein einziger Gegenstand, der die Superwaffe komplett machen würde: ein antikes Artefakt aus der versunkenen Stadt Atlantis. Zu diesem Zweck lässt Bishi die Paläoliteratin Rita Lihn entführen.
Bishi und die SIEkom unternehmen alles dafür, dass ihre Machenschaften nicht an die Öffentlichkeit geraten, aber Prof. Emmett Wanstohn hat schon Wind von der Sache bekommen. Seine Versuche, seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren, scheitern kläglich. Also beauftragt er drei seiner besten Studenten Hardy Hart, Jan Flamingo und Lukas Gugell weitere Informationen zu sammeln.
Schnell wird Wanstohn und seinen Agenten klar, dass sie es mit skrupellosen Verbrechern zu tun haben, die auch über Leichen gehen. Somo Bishi ist nicht verborgen geblieben, dass Prof. Wanstohn mit seinen drei Studenten auf der Suche nach der Wahrheit ist. Die Sache wird heiß und unseren Agenten bleibt nur die Flucht nach Griechenland. Dort erwarten sie schon die rechte und linke Hand Bishis, Matt Bramsen und sein Trupp aus Schlägern und Freaks, sowie Luci Fair, einer sadistisch veranlagten Psychopathin.
In Griechenland scheint die Lösung des Geheimnisses in greifbarer Nähe zu liegen. Während Jan, Hardy und Lukas sich auf die Suche nach dem Artefakt machen, sind Bramsen und Fair schon in Reichweite. Rita Lihn stößt nach einer halsbrecherischen Befreiung zu den drei Agenten. Was sie nicht wissen: Bishi zieht die Schlinge um den Hals der vier immer enger. Es entbrennt ein tödlicher Kampf ums Überleben, in dem es auch um das Überleben und die Existenz Bielefelds geht.
____________________
Die Bielefeld Verschwörung. Ab 02.06.2010 im Kino.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Zur feierlichen Eröffnung der weiteren Kategorie TMI-Songs poste ich ich mal folgendes, nettes Liedchen [Text]:
Das französische Plattenlabel Record Makers feiert sein 10jähriges Bestehen mit folgendem sozialkritischen Videoclip zu Look von Sebastian Tellier.
Es tut sich was in Bielefeld. Soviel habe selbst ich mittlerweile mitbekommen. Es sind wohl nicht mehr die Großstädte, die Kultur nachhaltig prägen und befördern, sondern die kleinen Ecken, in denen still und heimlich etwas emporkeimt. Vielleicht sind die Großstädte einfach zu voll, zu überladen an Kulturschaffenden, die sich nur noch gegenseitig auf die Füße treten und sich nur selbst ins Gehege kommen.
Jetzt bevölkert ein weiterer bescheiden Großer die Welt von Twitter: Sacha Brohm hat sich erbarmt, seinen Jüngern in den Mikroblogkosmos zu folgen.
Gerade so als wolle er die Überbewertetheit von Tweeds aufs Korn nehmen, verwendet er, quasi als Abschluss des internationalen Frauentages, nur einen halben Tweet für folgende Geistreichheit:
Ich habe gelacht, ich gebe es zu – und ja, derartige Namen zähle ich auch zu Poesie.
David Schraven Stefan Laurin hat bei den Ruhrbaronen den ganz verständlichen Einwurf gebracht, dass Guido Westerwelle sich in seinen politischen Aktivitäten auf bestimmte Dinge konzentrieren sollte und nicht auf allen Hochzeiten tanzen soll. Guido Westerwelle macht allerdings genau das Gegenteil und nervte am Wochenende auf dem NRW-Parteitag der FDP mit einer seltsamen Ausflucht aus der Kritik an seiner Person, die er an Journalisten und Linksoplitiker richtete:
Die wollen in Nordrhein-Westfalen eine linke Mehrheit schaffen, das ist es, worum es in Wahrheit geht.
Westerwelle selbst wirkt ausgebrannt, wenn er einer sachlichen Kritik mit inhaltslosem Geschwätz kontern will. Mit diesem Zitat befährt er im groben die Schiene, die schon die NRW-CDU fahren wollte: Angstmacherei vor einem angeblich bevorstehendem rot-rot-grünen Bündnis. Der Erfolg dieser Masche belibt aber bisher aus: Die CDU konnte damit nicht punkten. Die FDP ihrerseits konnte ihren Fall in den Umfragen nicht stoppen, hat auch thematisch derzeit nichts anzubieten. Und politisch sieht es in NRW ganz anders aus:
Die erst bei der letzten NRW-Landtagswahl stark abgestrafte SPD hat sich der inhaltlich diffusen Linkspartei kaum angenährt und verfügt mit den Grünen über keine ausreichende Mehrheit. Rot-rot-grün würde also theoretisch erreichbar sein, aber wohl kaum umgesetzt: Die SPD wird sich sowas derzeit in NRW nicht leisten können. CDU und FDP sind so weit von einer eigenen Mehrheit entfernt, dass auch das unwahrscheinlich erscheint.
Wahrscheinlicher wäre es, dass es zu einem schwarz-grünen Bündnis kommt, wenn beide zusammen eine Mehrheit erreichen, und das sieht gut aus. Sollte es dazu nicht kommen, käme als nächstes eine große Koalition unter Betracht, die nicht mal unter Rüttgers, vielleicht auch unter jemandem, der innerhalb der CDU sehr links ist, zustande kommen könnte. Die Optionen der CDU bei der diesjährigen Landtagswahl sollte man nicht unterschätzen.
Verglichen damit hat die FDP es gänzlich versäumt, eine Alternative außer der CDU aufzumachen. Thematisch will derzeit eh keine andere Partei großartig etwas mit der FDP zu tun haben. Die Reha-Bedürftigkeit der FDP erinnert an die schlimmen Krisen der SPD der vergangenen Jahre.

