gefeuert

Ist ja gera­de etwas Lie­bes­lied las­tig hier, viel­leicht nicht ohne Grund. Da drü­ben habe ich gera­de zwei Rubri­ken, kann man sagen, ein­ge­rich­tet: Eine heisst Guten Mor­gen, wo ich einen Blick in den Feed­re­ader und die Nach­rich­ten­sei­ten wer­fe, um eine Fra­ge zu stel­len, und die ande­re heisst Was ich noch sagen woll­te zu… und soll etwas polem­lisch zu irgend­ei­nem The­ma Stel­lung bezie­hen. Dane­ben sind auch ande­re Din­ge ein­fach nach drü­ben umge­zo­gen, weil ich da jetzt auch so alles sam­mel, was ich noch nicht fer­tig gedacht habe, aber doch jetzt mal raus­haue.

Das heisst ande­rer­seits, ich weiss noch nicht ganz, was hier noch alles so rein soll, aber weni­ger wird’s doch wohl wer­den, sooo gren­zen­los krea­tiv bin ich ja auch nicht. Aber das hier habe ich noch kurz:

Bei einem öffentlich-rechlichen Radio-Sender der Nie­der­lan­de wird seit 35 Jah­ren jeden Abend Rein­hard Meys Gute Nacht Freun­de zum Abschluss des Abends gespielt. Und damit soll jetzt Schluss sein, schreibt man auf dem Blog des Sen­ders. Genau­er gesagt: Damit soll am 1. April Schluss sein, wes­we­gen die meis­ten Kom­men­ta­to­ren dar­un­ter schei­ben Jaja, April, April.

So ganz traut man dem Bra­ten aller­dings nicht und gibt schon mal Alternativ-Lieder, die gespielt wer­den sol­len, raus. Ob aller­dings die Redak­ti­ons­vor­schlä­ge Morning has bro­ken, What a won­der­ful world oder Take a train wür­di­ge Nach­fol­ger des Lie­des von Mey sind oder doch als über­aus abge­nu­del­te Songs die April-April-Hafitgkeit der Mit­tei­lung unter­strei­chen, über­las­se ich mal dem Leser.

Ich glaub aller­dings an die April-April-Variante. Rein­hard Mey ist noch sehr prä­sent in den Nie­der­lan­den. Vor kur­zem gab es ein Cover von Meys nie­der­län­di­schem Lied Als de dag van toen, was wochen­lang den ers­ten Platz in den nie­der­län­di­schen Charts ein­nahm. Und die meis­ten fan­den die Ver­si­on nicht so toll wie das Ori­gi­nal. Die mögen den halt.

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The metaphorical taste

I’d real­ly like to know: When did peop­le start making poe­ti­cal con­ver­sa­ti­on on wine? When did it occur that just drin­king it and say­ing Aaaaah wasn’t just enough? Is the­re real­ly a con­nec­tion bet­ween this meta­pho­ri­cal talk and a tas­te or is this just some kind of com­plex mar­ke­ting?

If you work in the wine busi­ness you cen­tain­ly have to talk in this spe­ci­fic man­ner. Peop­le that buy expen­si­ve wine do want this kund of chat befo­re buy­ing wine. As if to say: When you’re not even capa­ble of tal­king of this whine in a meta­pho­ri­cal way — why buy­ing it and not drink cola ins­te­ad?

So there’s a mixing move­ment bet­ween the world of aes­tetics and the world of mar­ke­ting when it comes to sel­ling wine. And taking this man­ner of speaking over to other topics the sym­bo­lism of this man­ner speaking domi­na­tes the actu­al thought:

winetalk

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Guten Morgen

morgenkaffee

In Köln ist ein 21jähriger Betrü­ger von einer Rent­ne­rin aus­ge­trickst wor­den, der er sich als ihr Enkel Frank in finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten vor­stell­te, ohne dass sie einen Enkel hat. Man­che 69erinnen sind eben noch nicht so ver­kalkt wie man­che 21jährige.

Oswald Metz­ger mag ein bun­des­weit fun­dier­ter Sach­po­li­ti­ker sein, schafft es aber offen­sicht­lich nicht die Vor­be­hal­te ande­rer gegen sei­ne Per­son so abzu­min­dern, dass er in ein bezahl­tes Amt kom­men kann. Oder er hat die Fes­tig­keit der inter­nen Netz­wer­ke der CDU ein­fach unter­schätzt.

Die Rech­ten von Pro NRW und NPD schaf­fen es zwar Mas­sen zu mobi­li­sie­ren, aber eben nur gegen sich selbst und nicht für die angeb­li­chen Miss­stän­de, die sie anpran­gern möch­ten. Die Rech­ten müs­sen sich ein­ge­ste­hen, dass sie bei 150 zu 5000 Demons­tran­ten nur als eine rechts­las­ti­ge Min­der­heits­mei­nungs­ver­tre­ter anzu­se­hen sind.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kriegt man eigent­lich je wie­der die Real­tiät ange­mes­sen auf den Schirm, wenn man ein­mal ange­fan­gen hat, für solch aus­sichts­lo­se Ange­le­gen­hei­ten zu kämp­fen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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