Wie die Ruhrbarone eine Rüttgerssche Marionette erfinden
am 15. März 2010 um 23:54 Uhr von unter Aufmacher abgelegt.

Wie war das noch mit den Leuten, die als Tiger losspringen und als Teppichvorleger landen? Das Wir-in-NRW-Blog, nach eigenen Angaben kurzfristig das wichtigste Politblog Deutschlands, verweist heute auf einen Artikel der Ruhrbarone, in dem stünde,

wie Rüttgers für alle Fälle ein Kaninchen aus dem Hut zaubert.

Der Artikel behandelt ein WAZ-Interview mit Karl-Rudolf Korte, der regelmäßig für die WAZ schreibt. bei den Ruhrbaronen wird daraus die knallige Überschrift

Polit-Prof aus Duisburg diffamiert Enthüllungen von Blogs als Gerüchte

Bei den Ruhrbaronen meint man also, Korte diffamiert den Wir-in-NRW-Blog, die Ruhrbarone selbst haben ja zur Landtagswahl bisher nichts aufgedeckt. Den Inhalt der Überschrift sollen allerdings nur zwei Zitate von Korte belegen, das Interview selbst, dessen Interviewer durchaus voreingenommen wirkt, wird nicht verlinkt. Diese Zitate werden von Autor Schraven aber in einen sinnverfremdenen Kontext gebracht (das erste durch den Zusatz, Korte meine mit die Unkultur des Anonymen die “im Internet” und das zweite durch “Zu den Veröffentlichungen von internen Dokumenten aus der Landesregierung”. Beides stimmt so gar nicht.).

Wenn ich Korte recht verstehe, meint er, dass politische Inhalte in Tageszeitungen intensiver diskutiert werden sollten als bspw., wer wie lange keine Mitgliedsbeiträge gezahlt hat. Diese Stelle kann man auch negativ lesen, muss man aber nicht. Sie ist allerdings weitaus unskandalöser als hier dargestellt. Man kann Korte ankreiden, dass er die tendentiösen Fragen nicht besser behandelt. Dieses Interview aber als das einer Rüttgersschen Marionette darzustellen ohne Quellenangabe, nein, das ist einfach schwach und tendenziös. Für eine Enthüllungsstory über Korte braucht es mehr.

2 Kommentare zu „Wie die Ruhrbarone eine Rüttgerssche Marionette erfinden“

  • emden09 sagt:

    Zumindest kann man den Verfasser des hier kommentierten Blogeintrages locker als “Marionette von Korte” darstellen und hat die Quellenangabe gleich noch anbei.

  • Carsten sagt:

    In den Kommentaren des Artikels von David Schraven wird dessen Interpretation ebenso stark in Frage gestellt, darauf möchte ich nochmal hinweisen.

    So “eindeutig” scheint mir das immer noch nicht ein CDU begünstigendes Interview zu sein. Mag Herr Korte auch starke Verbindungen zur CDU pflegen.

    Nebenbei bemerkt, finde ich die Art und Weise wie beim Wir-in-NRW-Blog Pseudonyme verwendet werden durchaus fragwürdig. as geht meines Erachtens über den bloßen Schutz der Privatsphäre hinaus.

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