Rouven hat für den Blog der Neuen Westfälischen den Blogger und Geschichtsprofessor Uwe Walter interviewt, der dadurch international bekannt wurde, dass er früher neben mir in der Fakultätskonferenz seiner Fakultät saß. Von diesem Satz ist leider nicht alles wahr und ich habe leider auch nie an seinen berüchtigten Fahrten zu McDonald’s teilgenommen, was aber ebenso unerheblich ist. Viel wesentlicher ist, dass man das Interview mal durchlesen sollte:
Ich schreibe seit 1998 gelegentlich für die Frankfurter Allgemeine Zeitung Rezensionen, Geburtstagsartikel, auch mal etwas bildungspolitisches. Und der Feuilletonchef der F.A.Z., Patrick Bahners, ist irgendwann im vorletzten Jahr, 2008, auf mich zugetreten und hat gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, so einen Blog zu machen. Die F.A.Z. wolle sich jetzt diesem neuen Feld widmen und hat also eine ganze Reihe von Blogs bereits eingerichtet. Teilweise von Redakteuren, teilweise auch von Leuten wie diesem Don Alphonso, der hauptsächlich in der Bloggerszene eine gewisse Prominenz besitzt. Ich habe keine Ahnung, wer das ist.
Also, ich kann dort [Anmerk.: in der gedruckten F.A.Z.] keine längeren Rezensionen, Ausstellungsberichte und so weiter mehr unterbringen. Das ist alles weniger geworden, wofür ich auch Verständnis habe. Da ist dann insofern der Blog in gewisserweise auch eine Kompensation, eine Art nicht gedruckte Kolumne. Ich hatte dann eigentlich mal angefangen mit wenig Elan, zunächst, weil ich es mir – wie gesagt – nicht vorstellen konnte und diese Szene auch in keiner Weise verfolgt hatte.
Das Interview ist für eine Blogartikel zwar geradezu episch lang, aber ohne Längen und daher sehr lesenswert.
Uwe Walter gestaltet für die F.A.Z. das Blog Antike und Abendland.
