Richard Dawkins interviews Creationist Wendy Wright

Die Dis­kus­si­on über Reli­gi­on ist im eng­li­schen Sprach­raum immer noch eine leicht ande­re als im hie­si­gen, weil die soge­nann­ten Krea­tio­nis­ten offen­sicht­lich hier nicht so auf offe­ne Ohren sto­ßen.

Richard Daw­kins über­zeugt mich aller­digs auch nicht mit sei­nem unun­ter­bro­che­nen Ver­weis auf die empi­ri­sche Nicht­be­weis­bar­keit des­sen, was Reli­giö­se für sich in Anspruch neh­men. Das scheint mir nur in Tei­len, aber nicht so umfas­sen wie Daw­kins es immer als bewie­sen dar­stellt, akzep­ta­bel.

Gegen­über Krea­tio­nis­ten hat er dabei sicher­lich eine bes­se­re Posi­ti­on, aber war­um er sich immer wie­der an die­sen abar­bei­ten will, ist mir auch noch ein klei­nes Rät­sel


[Die Pfei­le an den Sei­ten des Vide­os kön­nen zur Navi­ga­ti­on ver­wen­det wer­den.]

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Bloggerin fordert vom HSK-Nordbank-Chef 24€ zurück

Die Blog­ge­rin Kirs­ten Brod­de ist die­se Woche ein­fach mal samt Fern­seh­team bei der HSH Nord­bank in Ham­burg rein­ge­stie­felt und hat vom Bank­chef Non­nen­ma­cher 24€ aus sei­ner Bonus­zah­lung gefor­dert, die gezahlt wur­de, auch wenn die Bank selbst letz­tes Jahr durch hohe Steu­er­gel­der geret­tet wer­den muss­te. Es war wohl ein Pro­test gegen das Nicht­um­den­ken, dass in den Ban­ken statt­fin­det. Gleich­tun kann man es ihr hier.

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Was das NRW-Innenministerium unter Linksextremismus versteht


Julia See­li­ger hat sich mal den vom Innen­mi­nis­te­ri­um in NRW her­aus­ge­ge­be­nen Comic Andi zum The­ma Links­ex­tre­mis­mus ange­schaut und wun­dert sich doch sehr über die Ansich­ten, die dort ver­brei­tet wer­den:

Im Zen­trum ihrer Ideo­lo­gie steht die Bekämp­fung des Staa­tes und des Kapi­ta­lis­mus, in dem sie die eigent­li­che Ursa­che oder Wur­zel des Faschis­mus sehen. In die­sem Sin­ne betei­li­gen sie sich oft an Demons­tra­tio­nen gegen Rechts­ex­tre­mis­ten oder ver­an­stal­ten die­se selbst: nicht, um die bestehen­de demo­kra­ti­sche Ord­nung zu stär­ken, son­dern um zu bewei­sen, dass ihre Ide­en bes­ser als die jet­zi­ge Staats- und Wirt­schafts­form sind.

Da waren ja mal wie­der ganz Krea­ti­ve am Werk.

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Politische Blogs im NRW-Landtagswahlkampf

Es tut sich was im Umgang mit der Poli­tik in Nordrhein-Westfalen und das ist gut so. Im Vor­feld der Land­tags­wah­len sind unver­mu­tet Blogs für das polit­sche All­tags­ge­schäft so wich­tig gewor­den wie nie zuvor. Das hängt auch damit zusam­men, dass über Blogs neue Infor­ma­tio­nen zu fin­den waren, die so bis­her nicht in den Zei­tun­gen vor­ka­men. Dane­ben sind Blogs für Par­tei­en Neu­land, man weiss gera­de bei der CDU, mit der sich Blogs lie­bend gern kri­tisch befas­sen, noch nicht so recht, wie man dar­auf reagie­ren oder sich weh­ren soll.

Heis­se” Infor­ma­tio­nen kön­nen sich über Blogs und ande­re Inter­net­sei­ten rasend schnell ver­brei­ten. Par­tei­en haben dem der­zeit nicht viel ent­ge­gen zu set­zen, da sich ihre Infor­ma­tio­nen nicht so leicht als unpar­tei­lich ver­brei­ten las­sen. Und par­tei­ische Infor­ma­tio­nen, das ist wider­um nichts, was über Blogs sich schnell ver­brei­ten lie­ße, denn die Ver­brei­tung geht von Nut­zer zu Nut­zer, unab­hän­gig von deren Par­tei­prä­fe­renz. Hat ein Nurt­zer also die Par­tei­prä­fe­renz A und bekommt eine Info, die erkenn­bar pro-A ist, ver­brei­tet er die viel­leicht wei­ter, aber wenn er die­se an jeman­den ohne die­se Par­tei­prä­fe­renz wei­ter­lei­tet, stoppt ihre Ver­brei­tung schon dort. Dies ist die Schwie­rig­keit her­kömm­li­cher Infor­ma­ti­ons­ver­brei­tung von Par­tei­en. Das hat­te ledig­lich über Zei­tun­gen wesent­lich ein­fa­cher funk­tio­niert. Einer wohl­ge­son­ne­nen Zei­tung muss man sei­ne Infor­ma­tio­nen nicht noch erst mög­lichst unpar­tei­isch unter­brei­ten.

Inso­fern sind poli­ti­sche Blogs ein Auf­bruch und eine Berei­che­rung für die poli­ti­sche Kul­tur. In Nordrhein-Westfalen sind in kur­zer Zeit meh­re­re Blogs als Polit-Blogs beach­tens­wert:

Der Wir-in-NRW-Blog trägt schon einen SPD-Begriff im Titel und so man­cher sagt ihm einen der­ar­ti­ge Hang nach. Das hängt damit zusam­men, dass man der CDU gegen­über bis­her nicht zim­per­lich war und mit der Affä­re der Land­tags­prä­si­den­tin und diver­sen inter­nen NRW-Dokumenten auf­zu­fal­len wuss­te. Es besteht aber kein Zwei­fel, dass an die­sen Auf­de­ckun­gen ein jour­na­lis­ti­sches Inter­es­se gege­ben ist.

Die Ruhr­ba­ro­ne ist ein von vie­len Jour­na­lis­ten getra­ge­nes Blog-Projekt, das nach eige­nen Anga­ben an die 12.000 Besu­cher täg­lich hat, was eine statt­li­che Zahl ist. Man hat sich in ver­gan­ge­ner Zeit nie gescheut, sich mit poli­ti­schen Posi­tio­nen aus­ein­an­der zu set­zen. Auf­de­ckun­gen wir der Wir-in-NRW-Blog gab es mei­nes Wis­sens aller­dings bis­her nicht.

Der Klare-Kante-Blog ist ein rela­tiv neu­er Blog und wird als eher CDU-nah beschrie­ben. Schaut man sich den Ver­fas­ser an, so liegt die Ver­mu­tung nahe. Aber rei­ne CDU-Propaganda habe ich dort bis­her nicht raus­le­sen kön­nen, son­dern durch­aus lesens­wer­ten jour­na­lis­ti­schen Stil.

Schliess­lich bloggt neu­er­dings Ulrich Horn unter post-von-horn.de. Hier gefällt mir die Schrei­be bis­her noch am Bes­ten. Es gibt klu­ge Ana­ly­sen zu lesen, wenn auch nicht die ganz gro­ßen Auf­de­ckun­gen.

Unter Pott­blog schreibt Jens Matheus­zik, der der SPD ange­hört, über alles Inter­es­san­te aus NRw und vor allem dem Ruhr­ge­biet.

Mit NRW rechts­au­ßen und dem Klar­manns Welt gibt es min­des­tens zwei enga­gier­te Blogs, die sich mit der rech­ten Sze­ne in NRW aus­ein­an­der set­zen. Hin und wie­der ist hier ein Blick mehr als loh­nend.

So aber ver­sam­meln sich mitt­ler­wei­le schon eine beträcht­li­che Anzahl lesens­wer­ter Blogs im Inter­net, die ins­ge­samt aus­ge­gli­chen les­bar sind. Und mit jedem qua­li­ta­ti­ven Blog, denn viel­leicht die vor­han­de­nen auch mit anrei­zen, wird das Bild inter­es­san­ter.

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