Auch Twitterer wandeln sich. Im vergangenen Jahr war es ab und an noch spürbar der Fall, dass einige Twitterer durch die Verkündigung, gerade auf dem stillen Örtchen zu sein, lauthals kokettieren wollten. Ausgeschmückt wurde dieser unkonformistische, intime Akt durch WC-Lesungen, durch Äußerungen über die so geschaffene Erleichterung oder durch neue Duftnoten in der unmittelbaren Umgebung.
Doch diese Äußerungen sind rar geworden. Einst war für Männer eine solche Tat eine Verneigung vor Al Bundy, die man nun endlich auch selbst einer Öffentlichkeit gegenüber kundtun konnte. Es war eben mehr als nur die Beantwortung der Frage, was man derzeit tut. Aber das Rebellische dieser Äußerung im alltäglichen Schwall der Tweets einer Timeline ist verflogen, es ist unaufregend.
Höchste Zeit, dass die Lücke, die hier inzwischen entstanden ist, in femininer Hinsicht geschlossen wird:

