Tiger Woods hat Zoff mit seiner Frau Elin Nordegren. Tiger braust mit seinem Auto davon. Elin folgt dem Wagen und attakiert es mit einem Golfschläger. Hilf Tiger, aus dieser misslichen Lage zu entkommen!
Eilene Zimmerman on getting information:
Americans spend a huge amount of time at home receiving information, an average of 11.8 hours per day.
Bytes of information consumed by U.S. individuals have grown at 5.4 percent annually since 1980, far less than the growth rate of computer and information technology performance.
Americans spend 41 percent of our information time watching television, but TV accounts for less than 35 percent of information bytes consumed.
For those situations when the software on twitter doesn’t work as it’s supposed to be, those guys from made up the fail whale, that showed up then. And as the amount of twitter users increased the fail whale appeared quite often.
The twitter users began to like that fail whale and they said they missed him when other sites without the whale were used to excuse mistakes on twitter.
And as twitter used “fail” for its overloaded system, people on twitter took “fail” for any situation that was supposed to be different.
And do you know what’s so fail about the fail whale? It never shows up at the right time to hinder you from reading things that you never wanted to know.
Alfred Neven Dumont hat sich zu Wort gemeldet, der die in anderen Ländern bereits geführte Debatte der Zukunftssicherung von Zeitungen aufnimmt.
Und ich finde es grundsätzlich eigentlich schon mal eine interessante Frage, weswegen die Deutschen ihre Fernsehen zwangsweise finanziell unterstützen, aber nicht ihre Zeitung, von deren finanzieller Unterstützung sie also viel schneller abspringen können. Dass keine Mehrwertsteuer auf Zeitungen erhoben werden soll, naja, das wäre zumindest ein Ansatz.
Aber hilft das? Allen Zeitungen die Mehrwertsteuer zu erlassen? Dass dann die Bildzeitung 40ct kostet? Das rettet den kritischen Journalismus in Deutschland? Ich habe da so meine Zweifel, ungeachtet der Tatsache, dass ich 2€ für eine einzelne Tageszeitung für einen inzwischen gewöhnungsbedürftigen Preis halte: Da überlege ich schon mal, inwiefern ich heute Zeit genug habe, die Zeitung angemessen zu lesen.
Und solange die Zeitungen nicht mit der Zeit gehen, ist auch schwerlich einzusehen, weswegen man ihnen jetzt schon eine derartige Erleichterung verschaffen will, nur weil Schwarzseher den Untergang der Zeitung herbeiunken.
Lesetipp: taz: Der Löwe von Köln hat gebrüllt
Tumulte im Niedersächsischen Landtags wegen eines Twitter-Beitrags:
Zahlreiche Abgeordnete aller Fraktionen sprangen erbost von ihren Stühlen auf und lieferten sich hitzige Wortgefechte.
Was war passiert? CDU-Fraktionschef @DavidMcAllister hatte nach Hinweis von MdL @ChristianDuerr folgenden Tweet vom rechtspolitischen Sprecher der Grünen, @Helge_Limburg, vorgelesen:
Was doch ein Kindergarten. Inzwischen hat man bei den Grünen wohl eingesehen, dass der so enge Vergleich mit dem österreichischem Rechtspolitiker Heinz-Christian Strache und dem niederländischen Rechtspolitiker Geert Wilders unpassend ist.
Das stimmt natürlich auch. Denn weder Strache noch Wilders haben bisher irgend so etwas zustande gebracht wie z.B. eine Moschee-Kontrolle. Das gibt es so nur in Deutschland, besser gesagt in Niedersachsen.
Heute machen sich die zu Springer gehörende Zeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost daran, Inhalte des Lokalteils nur noch kostenpflichtig anzubieten. Man müsse gegen das Mutter-Theresa-Prinzip angehen, Werbeeinnahmen seien im Internet nicht gewinnträchtig, Benutzer seien durch kostenlose Inhalte verwöhnt, jammer, jammer, blabla.
Wenn man sich jetzt die Lokalberichte für das Gebiet Pinneberg beim Hamburger Abendblatt anschaut, dann sieht man, dass die Berichte einerseits nicht gerade neu sind und andererseits schon anderswo, das heisst hier, hier, hier, hier, hier und hier, zu lesen sind.
Dass sich Inhalte anderswo finden lassen, ist an sich noch nicht verwunderlich, schliesslich sind die Informationen selbst nicht durch irgendetwas geschützt. Es ist eben nur das Einbringen der eigenen Aufarbeitung eines Themas, der einen Mehrwert eines Artikels ausmacht. Irgendwie scheint mir das als Leser des Lokalangebots der Hamburger Abendblatt nicht ersichtlich, dass Aufarbeitung dort so stattfindet, dass man seine Brieftasche zückt.
Auf qualitative Defizite verweist auch schon ein Wir-wollen-Geld-von-den-Nutzern-Rechtfertigungsartikel: Hier verschwimmen halbgare Analysen des Internetzeitalters mit dem Drang, eine Lösung für das Überleben der Zeitungen zu finden:
Zudem bestimmen im Internet nicht die Medienhäuser der analogen Welt die Spielregeln. Hier haben neue Unternehmen wie die Suchmaschine Google das Sagen, die in Wirklichkeit global agierender Werbevermarkter ist. Legendär ist mittlerweile der Ausspruch des Verlegers Hubert Burda, dass im Internet mit Werbung nur „lausige Pennys“ zu verdienen seien.
Nein, liebes Hamburger Abendblatt, Qualitätsjournalismus sieht anders aus als dieses Geschwurbel. Gottseidank bestimmen die Medienhäuser nicht die Spielregeln im Internet, das wäre ja noch schöner. Die Aufdeckung, dass Google nicht Suchmaschine, sondern “in Wirklichkeit global agierender Werbevermarkter” ist, ist von bodenlose Seichtigkeit und “in Wirklichkeit” nur Eines: Futterneid. Immerhin: Dass Hubert Burda “legendäre Aussprüche” absondert, das ist mir neu.
Hinter dieser Fassade steckt vermutlich nicht die Selbstsicherheit eines Qualitätsjournalisten, der auf Bezahlung seine Arbeit vertrauen kann, sondern die Verunsicherung eines Verlagshauses, dass im Internet seine Felle davon schwimmen sieht. Aber selbst Schuld: Wer durch zu oft kopierte Presseagenturmeldungen und durch dick aufgetragene Klatschseiten seine Zeitung zu einer Rumpelbude macht, der sollte sich nicht wundern, wenn sie niemand mehr für eine Desigerwohnung hält.



